Die Sache mit der Kirche.

In den letzten Wochen haben sich ein paar Probleme, die ich mir quasi selber eingeredet habe, in Luft aufgelöst. Genauer gesagt Silvester. An dem Abend sprachen wir mit vielen verschiedenen Menschen über viele Themen. Irgendwann kam es dann auf das Thema Patenkinder und somit Taufe. Das war bisher der einzige Grund, warum ich mit mir haderte, aus der Kirche auszutreten. Ich möchte Paten für meine Kinder. Nicht aus dem kirchlichen Grund, sondern weil ich es schön finde, wenn sie später jemanden haben, der (eventuell) außerhalb der Familie für sie da ist. Mit dem sie reden können, den sie besuchen können, der vielleicht mit ihnen etwas macht, was wir als Familie nicht können oder wollen.

Meine Patentanten waren einfach super. Sie sind es noch. Das hätte ich auch gerne für meine Kinder. Nur weil ich nicht an Gott glaube und die Kirche als Institution ablehne, sollen meine Kinder keine Nachteile bekommen. Jetzt habe ich darüber mit einer guten Freundin gesprochen, die meinte, wir könnten das doch alles „einfach so“ machen. Ein schönes Fest, an dem unsere Kinder auf andere Weise Paten bekommen. Da hatte ich vorher wirklich nie drüber nachgedacht.

Ich bin jetzt wirklich erleichtert. Nicht falsch verstehen, wenn meine Kinder später gerne getauft und konfirmiert werden wollen, dürfen sie das gerne. Aber ich werde in den nächsten Wochen aus der Kirche austreten und damit endlich so leben, wie ich es eigentlich schon lange machen. Als Atheistin.

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4 Kommentare to “Die Sache mit der Kirche.”

  1. Diese Überlegungen kann ich durchweg nachvollziehen.
    Zwar war ich selbst nie in der Kirche, allerdings der Vater meiner Tochter. Ich wollte sie allerdings in keinem Fall taufen lassen, denn diese Entscheidung möchte einfach nicht ich treffen. Das soll das Kind – wenn es Erwachsen genug ist – selber entscheiden können.
    Keine Taufe = keine Paten. Welche ich aber ebenfalls unbedingt haben wollte. Eben mit diesen Argumenten: Jemanden außerhalb der Familie haben, dem man sich anvertrauen kann. Aber auch im Fall der Fälle nicht alleine dastehen zu müssen.
    Wir hatten im Freundeskreis ein etwas älteres Pärchen (40+) die uns sympatisch waren, mit denen wir viel zu tun hatten und die auch schnell einen narren am Baby gefressen haben…
    Nun ist „das Baby“ 7 Jahre alt und seit etwa 6 Jahren besteht kein Kontakt 😦
    Damals wollten wir das notariell – also hochoffiziell – machen, heute bin ich froh, dass es dazu nie gekommen ist. Meine Tochter kennt die beiden gar nicht. Und sie sahen es wohl so, dass eine Patenschaft nur mit Geschenken zu tun hat. Ich hingegen finde Geschenke & Co. absolut nebensächlich, ja unwichtig. Mir wäre es wichtig gewesen, wenn sie ein gutes Verhältnis zum Kind gehabt hätten – leider kam es nie dazu.

    Es kann natürlich auch anders laufen und ich hoffe, dass Eure Lösung besser läuft, als die meine. 🙂

    • Wenn das so läuft, ist das natürlich sehr schade.
      Gerade für eure Kleine…
      Ich muss sagen, ich hätte sogar schon jemanden im Sinn, eine sehr gute Freundin.
      Hochoffiziell möchte ich das nicht, es soll kein Druck dahinter stehen.
      Aber bis es dazu kommt, dauert es ja auch noch…

  2. Wir lassen jetzt unserwen Kleinsten Taufen 😉 Meine Frau legt Wert darauf das er Getauft wird,. da ich allerdings nicht in der Kriche bin ist es mir eigentlich egal. Bin aber auch dafür das die Kleinen eine weitere Bezugsperson erhalten um genannte Punkte abtzudecken 😉

    LG

  3. Wir sind auch beide nicht in der Kirche, wollten aber gerne Paten für unsere Motte, also haben wir beschlossen -da Paten auch rechtlich nichts „zu sagen haben“ soweit ich weiß- das wir es natürlich ohne Kirche machen. Wir haben allerdings mehr Paten als üblich ausgesucht, weil wir es gerne so wollten. Mit einem Pärchen hätten wir also in der Kirche eh nicht dienen können ^^

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