Stille Mitleserin.

So eine bin ich über mehrere Jahre gewesen. Wirklich Jahre. Ich lese seit 2009 Babyblogs. Vorher ab und zu, ab dann regelmäßig. Mit der ersten Nutzung des Feedreaders verpasste ich dann auch keinen Eintrag mehr. Fieberte immer daraufhin, neue Einträge zu entdecken.

Trotzdem war ich stille Mitleserin. Nach Blogpasswörtern habe ich nie gefragt. Einfach weil ich mich nicht getraut habe. Das hat sich inzwischen ein kleines bisschen geändert. Ab und zu springe ich jetzt über meinen Schatten und frage. Weil ich doch so neugierig bin, eigentlich.

Genauso geht es mit mit WhatsApp-Kontakten. Aus meiner Timeline sind jetzt ein paar in die Kontakte gewandert, weil man sich irgendwo treffen wollte. Weil ich eine Frage hatte, die für DM’s zu lang war. Um Fotos zu schicken. Aber auch hier: Ich trau mich nur selten zu sagen, dass ich auch möchte. Mich freuen würde.

Man kann vermutlich einfach schlecht aus seiner Haut. Dafür bin ich noch zu sehr stille Mitleserin. (Oder auch: Mitfreuende. Mitleidende. Mitweinende. Mitlachende. Nur still.)

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7 Kommentare to “Stille Mitleserin.”

  1. Oh das kenne ich nur zu gut. Habe auch erst ewig Blogs gelesen bis ich dann irgendwann selbst angefangen habe.

    Ich kann nur für mich sprechen – trau dich! Man kann so viele tolle Kontakte knüpfen, es lohnt sich da einfach mal draufloszuquatschen. 🙂

  2. Ach, ich kenne das auch nur zu gut. Jahrelang habe ich still mitgelesen, mitgefiebert wenn endlich die Babies auf die Welt kamen. Kinder,die jetzt schon 2, 3, 4 Jahre alt sind. Gratuliert, mich zu Wort gemeldet, das habe ich nie. Der erste Kommentar, das erste Mal nach einem Passwort fragen, das kostet Überwindung. Aber es macht auch Freude, endlich kann man sich mitteilen, in Kontakt zu den Menschen treten, die man so lange still begleitet hat.
    Für mich war es auch ein großer Schritt, selbst zu schreiben und einen eigenen Blog zu eröffnen. Ich wollte so gerne irgendwie in diese Gemeinschaft gehören, hatte aber furchtbare Angst, dass sich niemand für mich und meine Gedanken interessieren oder sich über den Herzenswunsch amüsieren könnte. Ich bin froh, mich getraut zu haben und gerade durch Twitter lernt man die Menschen auch noch einmal viel intensiver kennen.

    • Oh ja, das stimmt. Gerade die Herzenswunschgeschichte habe ich in dem anderen Blog immer verschwiegen – ich bin froh, es jetzt nicht mehr machen zu müssen. Aufgeschrieben habe ich noch viele alte Texte, die einfach nicht dorthin passten, vielleicht stelle ich sie hier mal rein. 🙂 Es tut so gut, verstanden zu werden ❤

  3. Ich habe auch schonmal darüber geschrieben.
    Mir fällt es auch unheimlich schwer, nach Passwörtern zu fragen oder bei Twitter z.b. Followeranfragen zu stellen.
    Ich könnte ja abgelehnt werden oder jemandem auf die Nerven gehen.
    Ich weiß häufig nicht, was ich kommentieren soll.
    Würde gerne ein bisschen dazugehören, aber über Windeln, Schnuller und Kinderkrankheiten kann ich halt noch nicht so viel sagen.
    Außerdem könnte ich ja auch hier wieder jemandem auf die Nerven gehen oder mich aufdrängen. Und das würde ich natürlich nicht wollen.
    Ich verstehe das also zu gut und suche noch nach meinem weg damit umzugehen….

    • Ich werde gleich mal bei dir stöbern gehen (: Es haben mich jetzt so viele aufgefordert, mutiger zu sein – dann versuch ich das jetzt auch. Bis man dann nervt, ist es ja eigentlich auch ein langer Weg..

  4. Hallo Traumzweiplus,
    ich habe deinen Blog gerade entdeckt 🙂

    Auch mir kommt diese Situation sehr bekannt vor…bis vor einem halben Jahr oder so habe ich auch kaum Blogs kommentiert und mich auch nicht getraut nach Passwörtern zu fragen. Ich habe gelesen und auch immer wieder geschaut, ob es denn neue Einträge gibt:)
    Dann bin ich ja beruhigt, dass es nicht nur mir so geht.

    Wie du siehst, schaff ich es mittlerweile auch fremde Blogs zu kommentieren und mitzureden und es macht sogar Spaß 🙂

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