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Oktober 30, 2013

Schmetterlingseffekt.

Das mit den Berührungen ist so eine Sache. Ich kann das nicht. Oder nicht immer. Muss aber. Und das musste ich lernen.

Als sich mein Freundeskreis außerhalb der Schule aufbaute, war es einfachf so üblich, jeden zur Begrüßung und zur Verabschiedung zu umarmen. Ganz kurz, machmal auch etwas länger – kam ganz drauf an. Das war für mich anfangs sehr schwer. Wenn es gar nicht ging, wussten aber zum Glück alle Bescheid. Ich brauchte nur kurz ein Handzeichen machen und es war auch ohne Umarmung alles gesagt.

Diese Art der Begrüßung mag ich inzwischen sehr. Meine Schwiegereltern machen das auch, wenn wir sie sehen. Es ist einfach viel herzlicher, als alles andere. Ich kannte das einfach nicht. Bei uns in der Familie wird das nicht so gemacht. Maximal die Hand geschüttelt.

Beim Abteilungswechsel Anfang des Jahres änderten sich auch die Rituale. Wurde in der alten Abteilung maximal eine Begrüßung gemurmelt, wird hier das Händeschütteln morgens und nachmittags praktiziert. Generell habe ich da kein Problem mit. Aber am Anfang war für mich wieder eine sehr große Überwindung da.

Ich achte stets und ständig darauf, niemanden zu berühren. Beim Einkaufen in der Schlange, bei der Fahrt im ÖPNV, wenn ich mich hinsetze, wenn ich bezahle, wenn ich irgendwo durchlaufen muss. Manchmal geht es nicht anders. Manchmal wird es schnell zu viel. Wie bei einem Schmetterling, wenn man die Flügel berührt. Ab und zu bin ich Schmetterling. Ab und zu Fledermaus. Dann macht mir das alles nichts aus.

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