Posts tagged ‘liebe’

Januar 21, 2014

Hochzeits-Outtakes.

Natürlich läuft bei einer Hochzeit immer etwas schief. Aber das ist manchmal umso lustiger.

Polterabend:
# Durch das Poltern im Gang erkannte man nicht so genau, ob von der anderen Seite jemand kam. Meine Schwester hat sich zu Tode erschreckt, als vor ihren Füßen ein Teller zersprang. Ist aber nichts passiert.
# Geplant war, das Garagentor zu öffnen, um es etwas offener zu machen. Die Tür an der anderen Seite war allerdings offen. Durchzug. Servietten klappten um auf die Kerzen. Mit einem kleinen Sprint vom Liebsten und mir ist nicht mehr passiert als vier schwarze Flecken auf den Servietten.
# In meinem schon leicht angeheiterten Kopf sagte ich zu meinem Chef: „Wer will denn auch schon in Marne heiraten?“. Auf seine Aussage, dass dort auch felxibel mit der Uhrzeit umgegangen werden könne. Er ist Marner. Ups.
# Am Morgen danach wollte uns mein Vater abholen – doch bei Autos waren weg. Meins stand noch da. Bis er den Ersatzschlüssel gefunden hatte, vergingen dann noch mal 3 Telefonate.

Standesamt:
# Auf die Motorhaube hatte der Freund der Traumzeugin eine rote große Fledermaus aus Filz gebastelt – leider nicht fest genug, sie flog auf dem Weg davon…
# Wir hatten die Erlaubnis, durch die Gehstraße direkt vor das Rathaus zu fahren. Mit dem Brautauto. Nur leider wird in der Stadt unheimlich viel gebaut. Also sind wir eine Straße später in den Gehstraße eingebogen, im Schritttempo zum Rathaus – bis wir nicht mehr weiter kamen, weil dort ein LKW im Weg stand. Also umgedreht, hinter dem Rathaus ausgestiegen und gelaufen. War auch nicht so schlimm.
# Wir saßen nach dem Standesamt vor dem Rathaus und tranken Sekt, genossen die Sonne – als ein Radlader immer weiter zu uns kam. Neben einer Bank war noch ein Haufen Sand. Mein Onkel hat sich kurzerhand die Schaufel geschnappt und den Sand in die Schaufel des Radladers geschippt. Muss sehr lustig ausgesehen haben.

Feiern:
# Meine Schwester sollte mit uns zwei Freunde als letzte Personen von Zuhause abholen. Als sie endlich kam, bog sie mit dem Beetle über die Ecke. Mit ihrem Freund auf dem Beifahrersitz. Der Beetle hat nur Platz für 4. Also schnell alles in mein Auto umgeladen und sie durfte das erste Mal Skoda fahren.
# Zwei Freunde habe ich – warum auch immer – auf den Tischkarten vergessen. Im Sitzplan hatte ich sie noch zugeordnet, aber dann waren sie leider nicht mit drauf. Zum Glück fanden sie trotzdem ein Plätzchen.
# Es waren viele Kerzen auf den Tischen. So viele, dass mein Onkel seinen Kameragurt spontan etwas verschönert hat. Also: Kameragurte von Nikon brennen gut.
# Beim Aufbau der Photobox festgestellt, dass die Batterie im Funkauslöser fehlte. Hmpf. Aber es fand sich nachher immer jemand, der den Auslöser gedrückt hat.
# Extra vegane Brownies für die beiden Veganer als Nachtisch gekauft – die am Tag danach noch immer in der Küche lagen. Mist.
# Beim Eröffnen des Dessertbuffets merken, dass dort nur zwei von drei Nachtischen stehen. Aber das war schnell geändert.
# Wunderkerzen sind sehr heiß, direkt nach dem Abbrennen. Aber eine Platte, auf der Eis ist, ist wunderbar kühl für die verbrannten Finger.
# Die Fensterbänke extra mit Kerzen versehen – wurden nicht angezündet.
# Met-Flaschen öffnen wollen und feststellen: Kein Korkenzieher! Zum Glück hatte jemand ein Taschenmesser und es waren auch nicht alle Flaschen mit Korken versehen.

(Ich bin sehr froh, alles so detailiert aufgeschrieben zu haben. Sehr viel wusste ich schon gar nicht mehr davon.)

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Dezember 30, 2013

November & Dezember 2013.

Das ging alles so schnell, ich habe nicht mal realisiert, dass der November vorbei war. Ich bin eigentlich auch noch nicht im Dezember richtig angekommen, da is er schon vorbei.

Worüber habe ich mich gefreut?
+ beim Bahnfahren Zeit für mich gehabt
+ viele Serienepisoden gesehen
+ über Weihnachten Zeit mit meinem Mann verbracht
+ tolle Geschenke
+ die Reaktionen auf unsere Geschenke
+ Andeutungen der Eltern und Schwiegereltern, dass doch Enkelkinder echt toll wären…
+ eine Wohnung, die für mich jetzt wirklich ein Zuhause ist
+ Kuschelstunden mit unserer Katze

Worüber habe ich mich geärgert?
+ freiwillige Arbeit als selbstverständlich hinzunehmen
+ Kollegen, die ihre eigene freie Zeit über meine freie Zeit stellen
+ über mich selbst, am 23. 12. mal eben kurz was einkaufen zu wollen. Mittags.

Weswegen war ich traurig?
+ die zweite Katze wieder abgeben zu müssen
+ die dritte Woche Schulung nicht antreten zu können
+ bei Freunden krank gewesen zu sein
+ nicht richtig in Weihnachtsstimmung gekommen zu sein
+ weil ich gemerkt habe, wie sehr meine Oma abbaut
+ nur ein Tag frei über Weihnachten

Was habe ich gebastelt/genäht/gekocht/gebacken?
+ Adventskalender für meine Eltern
+ eine Mütze für mich
+ Cheese Fries – so lecker
+ Kekse, Ausstechplätzchen und Crinkle Cookies
+ einen Kuchen im Kuchen
+ Baileys Cheesecake
+ Baileys Pralinen
+ Tiramisu & Apfeltraum
+ Cake Pops

Dezember 18, 2013

Ganz kurz.

Eine Welle von Gefühlen bricht über mich ein. Ich weiß nicht, wohin damit. Kann nicht deuten, was das ist. Traurigkeit, Sehnsucht, Leere, Trotzigkeit, Zuversicht. Ganz kurz. Dann ist es wieder vorbei.

Die Weihnachtszeit ist dieses Jahr furchtbar unwirklich. Ich war bisher noch nicht richtig auf dem Weihnachtsmarkt, hatte noch keinen Schnee, keinen Glühwein, keinen Geruch von Tannen in der Nase, keine kalte Nasenspitze und verfrorene Finger. Das fehlt. Genau wie noch etwas fehlt. Etwas, was wir uns sehr gewünscht haben. Letztes Jahr zu Weihnachten habe ich gehofft, dieses Jahr schon schwanger zu sein. Dabei war da noch so gar nichts klar und viel wackelig. Und jetzt soll es einfach noch nicht sein. Wir haben keine Eile, wenn die Zeit da ist, wird es passiert. Aber trotzdem. Ab und an bin ich dann doch ganz kurz nicht bewegungsfähig. Weil etwas fehlt. Etwas was noch nie da war, aber so sehr gewünscht ist.

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November 4, 2013

Meerverliebt. #Meerparade

Über den Beitrag „Nebenan“ auf dem Blog Frische Brise bin ich auf die Blogparade „Mein Text zum Meer“ vom Jazzblog gestoßen. Über das Meer habe ich hier schon zwei Mal geschrieben. „Das Meer. Mein Meer.“ und „Los, raus! Das Meer ist aufgewacht!„. Trotzdem kann ich es nicht lassen, noch ein paar Worte zu finden.

Meerverliebt. Das ist wohl der Begriff, der mich am besten beschreibt. Wenn man meerverliebt ist, muss man auch sturmerprobt sein. Oder genau das lernen. Das Meer ist ab und an wie die Liebe – lange Zeit ruhig und gemütlich, aber manchmal ohne Vorwarnung höchst gefährlich. Berechenbar ist nichts. Und genau das liebe ich. Das Meer sieht immer anders aus, ist jedes Mal etwas verändert. Die Schaumkronen, die bei Sturm über den Deich kriechen. Das Watt, was immer dann gerade zu sehen ist, wenn man Besuchern das Meer zeigen möchte. Das Strandgut, was nach einer Sturmflut die Wasserlinie am Deich zeichnet…

Beim Sturm auf dem Deich stehen. Sich kaum auf den Beinen halten können. Der wind lässt die Augen Tränen. Die Lippen schmecken nach kurzer Zeit salzig. Die Haare sind vollkommen verwuschelt. Die Kleidung flattert laut. Es rauscht in den Ohren. Die Stimme kommt nicht über die Lautstärke des Meeres. Dann schlägt mein Herz besonders schnell. Ein Lächeln im Gesicht. Meerverliebt.

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November 1, 2013

Oktober 2013.

Worüber habe ich mich gefreut?
+ Hochzeitsfotos (wer ein bisschen schauen möchte: Hier und hier habe ich ein paar Bilder gepostet.)
+ fünf Tage Mittelalter mit zauberhaften Menschen
+ toller Urlaub mit dem Liebsten
+ wunderbare Menschen im Urlaub getroffen
+ drei verschiedene Schwimmbäder ausprobiert und entspannt
+ Besuch im mittelalterlichen Restaurant
+ die Rückbank ist wieder komplett funktionstüchtig
+ mich durchgerungen, mir einen 3DS zu kaufen
+ einen Monat verheiratet ❤
+ Gasrückerstattung von 234 €
+ wir bekommen eine zweite Katze

Worüber habe ich mich geärgert?
+ zickige Menschen, die Panik verbreiten müssen
+ Nagel im Reifen
+ so anstrengende Bereitschaftswoche, wegen blöder Fehler von Kollegen
+ Stromabrechnung von der alten Wohnung, wo wir plötzlich 190€ Strafzahlung leisten sollten. (Ist jetzt geklärt, wir bekommen noch 70€ zurück.)

Weswegen war ich traurig?
+ Urlaub vorbei
+ als der neue Zyklus sich bemerkbar machte

Was habe ich gebastelt/genäht/gekocht/gebacken?
+ angefangen mit dem Adventskalender von LIDL
+ normale Brötchen und Mini-Schokobrötchen – woah, waren die lecker
+ Mumienwürstchen

Für September habe ich keinen Rückblick – das ist mir aber erst jetzt aufgefallen. Es war einfach viel zu viel los.

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Oktober 24, 2013

So richtig.

Wir sind morgen genau 6 Wochen verheiratet. Und was soll ich sagen? Es ist absolut wundervoll. Wenn ich vom Liebsten spreche, muss ich bei jedem „mein Mann“ schmunzeln. Nach außen hin. Innen in mir ist jedes Mal ein wenig Party. Er ist mein Mann! Ich bin seine Frau! Das ist so toll. So verdammt toll.

Wir haben inzwischen fast alle Fotos und ich liebe es, die Bilder anzuschauen. Oft sitze ich dann davor und muss ein, zwei Tränchen wegblinzeln. Was ich mit den Bildern anstellen möchte, weiß ich noch nicht so recht. Unsere Großeltern und Eltern sollen zu Weihnachten Fotoalben bekommen. Richtige, mit eingeklebten Bildern. Also werde ich mich bald ans Bilder aussuchen machen und wenn wir die Fotos in besserer Qualität haben, bestellen. Sortieren. Einkleben. Heulen. Knutschen. Glücklich sein. Mit ihm.

Wir sind jetzt eine Familie. So richtig.

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September 26, 2013

Hochzeitsfeier.

Wir fuhren zu fünft mit wenig Platz in unserem Skoda Fabia auf den Parkplatz vor dem Vereinsheim. Alle Gäste standen im Halbkreis vor der Tür und warteten. Es sah absolut toll aus. Alles so wunderbar in schwarz rot! Ich bin wirklich froh, dass wir uns da von Niemandem reinreden lassen haben. Das hat die Feier wirklich perfekt und zu unserer Feier gemacht. Meine Traumzeugin stellte sich vor meine Autotür, bis der Liebste kam und sie öffnete. Etwas blass um die Nase, aber absolut umwerfend hübsch sah er aus. Sein Anzug ist der Hammer und passt so toll zu meinem Kleid.

Dort standen wir jetzt und waren etwas unschlüssig wie es weiter geht. Alles starrte uns an und wartete. Dann kamen die Gäste zu uns und gratulierten mir noch, dem Liebsten hatten sie schon vorher gratuliert. Er hielt sich wacker und wir gingen mit der ganzen Gesellschaft in den Saal. Ein paar Gäste fehlten, unter anderem unsere Fotografen. Handyempfang gibt es dort nur außerhalb des Gebäudes, also gaben wir die Getränke frei und ich versuchte, die fehlenden Gäste zum Ort der Feier zu lotsen. Meine Traumzeugin bereitete währenddessen unsere alternative Trauung vor.

Das war der absolute Oberhammer. Sie hat es einfach wundervoll gemacht. Traumhaft. Es war so passend – was Schöneres hätte ich mir nicht vorstellen können.

Da es meinem Mann so ganz und gar nicht gut ging, haben unsere Freunde alles, was sie geplant haben, vorgezogen. Wir haben nach der Rede draußen Gruppenbilder gemacht, ein paar Fotos gibt es noch von mir, wie er sich auf mir abstützt. Dann sind wir zurück rein, es gab endlich Buffet! Mir grummelte auch ein wenig der Magen, also habe ich nur ganz bisschen probiert. Aber es war einfach so lecker! Mein Vater hielt noch eine Rede (mit der Bobbycar-Story, die ich vielleicht irgendwann noch mal erzähle) und musste sich am Schluss ein paar Tränen verkneifen. Meine Schwester und die Schwester des Liebsten haben mit unseren Freunden eine wunderbare Hochzeitszeitung erstellt. Als ich sie am Tag nach der Hochzeit dann in Ruhe gelesen habe, war ich teilwese wirklich den Tränen nah. So schön!

Als wir dann das Dessert-Buffet – Oreo-Cheesecake, Kalter Hund und Apfeltiramisu in kleinen Gläschen – eröffnen wollten, wurde plötzlich das komplette Licht ausgeschaltet. Ich hörte aus der Küche Wunderkerzen britzeln. Unter aufgeregten Ohhhs und Ahhhs spazierte meine Schwester mit einem Eis-Tablett zu uns. Darauf war ein kleiner grüner Drache aus Eis, der Feuer spuckte! Aww! So süß! Er sollte eigentlich ungefähr eine Stunde stehen, bis wir ihn anschneiden durften, aber er schmilzte schon etwas früher und lies die Flügel hängen. Dieses kleine Kerlchen war so großartig. ❤ Beim Anschneiden hielt ich ihm dann die Augen zu… Für die Nachtische habe ich noch sehr viel Lob bekommen – es hat allen wirklich gut geschmeckt. Das war die Arbeit dann auch wert.

Unsere Fotografen (die übrigens auch mit unsere besten Freunde sind!) haben zwei kleine Bäume besorgt, an die die Gäste Schmetterlinge mit Botschaften an uns hängen konnten. Daneben hatte meine Schwägerin einen Baum auf eine Leinwand gemalt, auf der die Gäste Fingerabdrücke hinterlassen konnte. Sie hat später noch den Baum etwas aufgefüllt und viele Blätter dazu gemacht. Auf dem Baum sitzen zwei Vögel, die ein bisschen wie Twittervögel aussehen. Das Bild soll definitiv an die Wand bei uns. Es gab auch noch zwei Gästebücher – die müssen aber wohl noch in einer der Kisten sein, die ich bisher noch nicht ausgepackt habe. Meine Mutter hat mir zu späterer Stunde einen Ordner mit Rezepten überreicht – jeder Gast, der wollte, hat uns sein Lieblingsrezept aufgeschrieben! So eine tolle Erinnerung. Die Oma des Liebsten sogar mit einem Gericht, was er bei ihr so gerne gegessen hat.

Nach dem Essen haben wir dann die Fotobox eingeweiht – die Bilder sind der Knaller! Mal sehen, was wir damit anstellen. Vielleicht lege ich dann entsprechende Abzüge zu den Danksagungen. Mein Mann war so kaputt, dass ihn sein Theo nach Hause gefahren hat – zum Glück war er überhaupt mit und konnte einen Teil der Feier miterleben! Zwischenzeitlich sah es ja gar nicht danach aus.

Überall waren inzwischen Gespräche am Laufen, es wurde geschnattert und Fotos gemacht. Familie und Freunde vermischten sich. Als die anfänglichen Hemmungen überwunden waren, hat sogar meine Oma mit den bösen Grufties gesprochen. Da alle schwarz-rot trugen, waren wir nicht Außenseiter von Beginn an. Ich habe später zusammen mit ein paar anderen die Laternen und Grablichter für draußen angezündet und verteilt. Dann konnte sogar das nervige Außenlicht ausbleiben. Das hat den ganzen Vorplatz erhellt. Normalerweise funktioniert das auch mit Bewegungsmelder, die waren zum Glück kaputt. Mit den Grablichtern und den Latern war es unglaublich gemütlich draußen. Man ist dort weit weg von allem, hat freien Blick auf den Deich und in einiger Entfernung leuchten regelmäßig die Warnlichter der Windkraftanlagen. Das Wetter war ein Traum. Es war den ganzen Abend trocken und auch nicht zu kalt – man konnte also prima draußen sitzen und sich unterhalten.

Dafür wurde es drinnen immer wärmer. Viele Menschen, Kerzen… Uff. Das Problem war eigentlich, dass der Tisch mit den Großeltern sich ständig beschwert hat, wenn die Fenster oder die Tür offen waren. Sie wollten uns aber unbedingt tanzen sehen. Für’s tanzen war es uns allerdings zu warm. Ein Teufelskreis. Irgendwann habe ich dann den DJs ein Zeichen gegeben und sie haben die Musik aufgedreht. Nach zwei Liedern war der älteste Tisch quasi leer. Hihi, Plan aufgegangen. Nur die Eltern meines Vaters sind noch etwas länger geblieben. Oma war so unglaublich begeistert und hat sich so sehr gefreut. Sie erzählt inzwischen jedes Mal, wie toll es doch war.

Ich tanzte stundenlang. Immer unterbrochen vom hastigen Glas Cola runterstürzen. Mir war so warm. Den Bolero hatte ich längst ausgezogen. Wenn die Playlist aus den Songs besteht, die man sich gewünscht hat, dann passiert das halt. Die Locken waren ebenfalls rausgetanzt, aber der Rest der Frisur saß noch. Es war so toll, die ganzen Lieblingslieder laut zu hören. Bei etwas normaleren Liedern tanzte dann auch die Familie mit. Es war wundervoll.

Zwischendrin habe ich am Rande von ein paar Gnatschigkeiten zwischen Freunde gehört, aber ich hatte überhaupt keine Zeit mich darum zu kümmern. Wollte es ehrlich gesagt auch nicht. Das war unser Tag. Wir waren einfach mal die Hauptpersonen. Ich hasse es sonst wie die Pest, im Mittelpunkt zu stehen – Freitag war das toll. Ich habe mich so wohl gefühlt in meinem Kleid und mit dem Ring am meinem Finger und meinem Mann neben mir. Hach.

Eigentlich wollte ich um Mitternacht noch den Kuchen anschneiden. Nun ja. 12:15 Uhr ist es dann geworden. Es gab umgewandelten Papagaien-Kuchen in Rot-Dunkel. Mit roter Grütze-Pulver und Kakao. Oben auf dem Kuchen sollte eigentlich eine zweite Etage sein – der kleine Kuchen ist mir nur leider beim Wenden durchgebrochen. Nach einem kurzen Panikanfall habe ich mit einem Fledermausausstecher Kuchenstücke ausgestochen und mit rotem Zuckerguss auf dem Kuchen festgeklebt. Dann den Rest des Zuckergusses über die Kuchen gekleckst. Nomnomnom.

Es war genau die Feier, die ich mir gewünscht hatte – nur hätte ich gerne bis spät mit meinem Mann getanzt.

Vielen Dank an alle Gäste, die dabei waren ❤
Nur mit und dank euch ist das so wunderbar geworden!

(Und jetzt werfe ich alle Hochzeitsblog aus meinem Feedreader und widme mich der Weihnachtsgeschenkezeit, oder so. Fotos zeige ich noch, wenn ich welche habe.)

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September 19, 2013

Standesamt.

Um sechs klingelte endlich der Wecker. Wach war ich schon länger. Bis viertel nach hielt ich es noch aus, dann schlich ich mich in die Küche. Noch niemand dort. Hmpf. Einen Augenblick zurück und meine Duschsachen zusammen gesucht. Langsam regte sich der Rest. Ich hüpfte unter die Dusche und dann wurde gefrühstückt. Meine Haare stöhten schon jetzt leise. Trocken geföhnt – Locken gezaubert! Das dauerte dann auch so seine Zeit. Ich twitterte ein wenig, bekam Nachrichten vom Liebsten, dem es gar nicht gut ging. Da dachten wir noch, es wäre die Aufregung.

Nach meinen Haaren folgte das Make-Up und das Kleid. Als meine Schuhe geschnürt waren, konnte ich nicht mehr still sitzen und packte meine Tasche, räumte Dinge ins Auto und quatschte die anderen voll. Zum Glück fuhr das schwarze Brautauto bald los.

Vor dem Standesamt stand mein Liebster. Etwas blasser als sonst. Er gab mir den wunderschönen Brautstrauß und setzte sich noch kurz. Mit versammelter Manschaft ging es ins Rathaus. Die Standesbeamtin lotste uns ins Trauzimmer und bis alle auf den richtigen Stühlen saßen, dauerte es wieder in paar Minuten.

Über die Trauung an sich gab es im Nachhinein verschiedene Meinungen. Die Standesbeamtin sagte am Anfang, sie würde es nicht so bürokratisch machen wollen. Naja. Geht so. Dafür betonte sich mehrfach, wie schwer es doch sei, so eine Ehe aufrecht zu halten und wie anstrengend das doch alles ist. Möchte man an so einem Tag auch hören. Außerdem fragte sie wieder nach der kirchlichen Trauung, obwohl wir ihr das deutlich gesagt habe, dass es keine gibt. Immerhin hat sie noch ein hübsches Gedicht am Ende vorgelesen.

Während die Gratulationen der Familie begannen, raunte mir mein Ehemann zu, er müsse dringend raus, ihm sei so schlecht. Hmz. Ich blieb noch ein wenig bis alle ihre guten Wünsche losgeworden sind. Dann ging es vor das Standesamt und bei Sonnenschein gab es Sekt und Laugengebäck. Ein paar Bekannte waren noch aufgetaucht und gratulierten. Es gab zum Glück keine Aktionen von Kollegen oder Vereien. Der Liebste trank einen Becher Orangensaft und bekam die erste Runde an Medikamenten. Er fuhr recht schnell mit seiner Traumzeugin zu ins in die Wohnung und legte sich hin.

Der Rest blieb noch eine Viertelstunde, machte Fotos, bewunderte meinen Brautstrauß und genoss das Wetter. Wir waren in Weddingstedt bei einige Tropfen losgefahren – pünktlich zum Ja-Wort fing die Sonne an zu scheinen.

Die Häfte der Gäste fuhr mit zu meinen Eltern, dort wurde Spargelsuppe gegessen. Die Traumzeugin und mein „Gefolge“ machten sich auf den Weg in unsere Wohnung. Da wurde dann das Make-Up und die Haare neu gezaubert. Gleichzeitig schaute ich immer wieder nach meinem Mann, legte ihm ein nasses Tuch auf die Stirn und beobachtete, wie der Rest ihn mit Medikamenten zudröhnte. Die Fotosession am Deich haben wir ausfallen lassen. Gegen viertel nach Vier wurde ich hektisch ins Wohnzimmer gebracht, damit ich mein Kleid anziehen konnte. Da durfte ich auch erstmal nicht mehr raus. Dem Liebsten ging es besser und er machte sich mit Hilfe von seiner Trauzeugin sehr schnell hübsch. Kurz darauf waren sie auch schon auf dem Weg zur Feier.

Da saß ich dann, alleine im Wohnzimmer und mir wurde das erste Mal so richtig bewusst, dass ich jetzt seine Frau bin. Ganz und gar.

Meine Schwester kam, sammelte uns ein und wir fuhren zur Feier…

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August 19, 2013

Hochzeitsplanungen #9.

Es wird immer aufregender und immer mehr ist schon geklärt. Starten wir mal einen neuen Überblick.

#Einladungen: Wenn ich endlich das letzte Paket losgeschickt habe, wären alle verteilt. Hust.

#Tische: Giveaway wird fleißig gebastelt von meiner Traumzeugin. Ich habe heute noch ein paar Kleinigkeiten dafür bestellt und wenn die da sind, wird alles vervollständigt. Für die Menükarten habe ich dank eines Blogs auch was ganz tolles gefunden. Also wird es als normale Karten nur die Tischkarten geben.

#Deko: Ballons sind bestellt und angekommen. Pompom-Papier auch – die bastelt eine Freundin. Fledermausgirlanden sind auch schon da.

#Polterabend: Definitiv bei meinen Eltern. Garage, überdachte Terrasse und Gartenhaus haben den Ausschlag gegeben.

#Papierkram: Alles bezahlt, angemeldet, geklärt. Wenn wir umgezogen und umgemeldet sind, werden die letzten Unterlagen dort ausgedruckt. Es fehlt noch eine Ausweiskopie der zweiten Trauzeugin.

#Getränke: Im Angebot auf Kommission gekauft – yeah! Es fehlt noch Sekt, Orangensaft und Selter.

#Essen: Bin gerade dabei zu zählen, wie viele Vegetarier/Veganer ich anmelden muss. Für den Nachtisch habe ich insgesamt 105 Gläschen. Das sollte also reichen.

#Haare: Haarfarbe ist glaube ich das einzige, was ich noch bestellen muss. Mal sehen, ob ich das dann selber mache oder bei Frisör.

#Ringe: Sind da und toll ❤ Wir waren hier zur Beratung los und das Geschäft, welches als einziges ein kompletter Handwerksbetrieb ist, hat uns am besten beraten. Wir haben zwar trotzdem welche im Internet bestellt, aber irgendwann hätte ich vielleich auch gerne von dort einen Ring.

Heute in 25 Tagen sind wir vermutlich gerade auf dem Weg aus dem Rathaus. Wow. ❤

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Juli 31, 2013

Hochzeitsplanungen #8.

Uff. So viel ist schon passiert, so viel ist jetzt ins Rollen gebracht.

#Einladungen: Drei Stück habe ich noch, aber da wissen diejenigen alle, dass sie eingeladen sind. Ein schicke ich per Paket noch unterwegs, eine werde ich diese Woche persönlich abgeben. Nummer drei wird wohl die Einladung erst zur Hochzeit bekommen. Mal sehen. Vielleicht kann da auch die Schwester Kurier spielen. Absagen haben wir bisher erst eine – plus ein vielleicht bei meiner Tante, da sie noch ins Krankenhaus muss vorher.

#Tische: Nehmen immer mehr Gestalt an. Rotes Tischpapier, darauf schwarzer Tüll. Rote und schwarze Servietten, abwechselnd. Teelichtgläser mit schwarzem Deko-Sand. Auf den Plätzen ein kleines Giveaway. Das hat meine wunderbare Traumzeugin vorgeschlagen und ich bin Feuer & Flamme.

#Deko: Ballontrauben sollen es noch werden. Momentan überlege ich, wie viele wohl passen. Wenn ich das weiß, werden Luftballons bestellt. Und: Verschlüsse! Alle zuknoten möchte ich wirklich nicht. Dazu bin ich angefangen, Fledermäuse für Girlanden auszuschneiden. Außerdem gefällt mir die Idee von Pompoms und Wabenbällen auch sehr gut. Wobei es natürlich auch nicht zu viel werden darf. Vielleicht beschränken wir uns auf Pompons und Girlanden. Zu den Ballontrauben.

#Polterabend: Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, das bei meinen Eltern zu machen. Bei schlechtem Wetter ist es einfach besser, eine Garage + Gartenhaus + überdachte Terrasse zu haben. Wie viele Leute genau kommen, weiß ich nicht. Aber bestimmt mehr, als wir jetzt auf dem Zettel haben.

#Papierkram: Meine Abschrift ist da, auf die vom Liebsten warten wir inzwischen zwei Wochen. Da wird jetzt aber noch mal nachgefragt. Zeit drängt.

#Getränke: Eigentlich wollte ich Getränke auf Kommission kaufen. Nach einem Gespräch mit meinen Eltern bin ich jetzt davon ab. Auch gut. Damit geht jetzt das Angebote überwachen los und das Einkaufen. Ich hoffe, ich kann diese Woche noch die Mengen ungefähr klären. Damit auch die Met-Bestellung losgeschickt werden kann.

#Essen: Ist bestellt. Zwei Wochen vorher werden wir noch mal genaueres besprechen und die Personenzahl angeben. Für Vegetarier und Veganer ist auch gesorgt. Ungeklärt ist noch der Punkt Hochzeitstorte. Zum Dessert gibt es ja eigentlich drei verschiedene Dinge in kleinen Glasschälchen. Aber irgendwas zum Anschneiden wäre auch nicht schlecht.

#Zeitplanung: Haben meine Traumzeugin und ich Freitag in Angriff genommen. Scheint soweit auch ganz gut durchdacht zu sein. Ich werde das noch mal aufschreiben, wenn ich es auch in Papierform geschrieben habe.

#Übernachtung: Unsere Freunde aus Berlin haben mit Freudnen aus Hamburg zusammen eine Ferienwohnung genommen – sie bleiben sogar bis Sonntag ❤ Dafür schlafen dann die Eltern des Liebsten bei uns.

#Frühstück: Gibt es am Samstag bei meinen Eltern. Für alle, die noch da sind. Irgendwann gegen Mittag, denke ich. Hihi.

Es läuft. So langsam haben wirklich alle begriffen, dass das unser Ernst ist. Für meine Eltern habe ich inzwischen auch die richtige Strategie gefunden, um unseren Plan so durchzusetzen, wie wir das wollen. Immer nur Kleinigkeiten erwähnen und zeigen, was wir alles schon fertig haben. Dann gibt Tipps und Ratschläge, die auch wirklich was bringen. Und sie freuen sich. Das sieht man. Und das freut mich sehr.

Da bleibt nur noch eins zu sagen: Aufgeregt. Ich bin so unglaublich aufgeregt. Vermutlich platze ich kurz vorher vor Aufregung. (Nur gäbe es dann keine Hochzeit mehr und das wäre, nun ja, sehr schade.)

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