Posts tagged ‘Meer’

November 4, 2013

Meerverliebt. #Meerparade

Über den Beitrag „Nebenan“ auf dem Blog Frische Brise bin ich auf die Blogparade „Mein Text zum Meer“ vom Jazzblog gestoßen. Über das Meer habe ich hier schon zwei Mal geschrieben. „Das Meer. Mein Meer.“ und „Los, raus! Das Meer ist aufgewacht!„. Trotzdem kann ich es nicht lassen, noch ein paar Worte zu finden.

Meerverliebt. Das ist wohl der Begriff, der mich am besten beschreibt. Wenn man meerverliebt ist, muss man auch sturmerprobt sein. Oder genau das lernen. Das Meer ist ab und an wie die Liebe – lange Zeit ruhig und gemütlich, aber manchmal ohne Vorwarnung höchst gefährlich. Berechenbar ist nichts. Und genau das liebe ich. Das Meer sieht immer anders aus, ist jedes Mal etwas verändert. Die Schaumkronen, die bei Sturm über den Deich kriechen. Das Watt, was immer dann gerade zu sehen ist, wenn man Besuchern das Meer zeigen möchte. Das Strandgut, was nach einer Sturmflut die Wasserlinie am Deich zeichnet…

Beim Sturm auf dem Deich stehen. Sich kaum auf den Beinen halten können. Der wind lässt die Augen Tränen. Die Lippen schmecken nach kurzer Zeit salzig. Die Haare sind vollkommen verwuschelt. Die Kleidung flattert laut. Es rauscht in den Ohren. Die Stimme kommt nicht über die Lautstärke des Meeres. Dann schlägt mein Herz besonders schnell. Ein Lächeln im Gesicht. Meerverliebt.

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April 18, 2013

Los, raus! Das Meer ist aufgewacht.

Rausgehen, die Nase in den Wind halten. Konnte ich den ganzen Winter zwar, aber jetzt ist etwas Besonderes. Es ist warm gewesen. Die letzten Tage. Heute auch, aber heute ist es anders. Das Meer ist aufgewacht. Ich höre es, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze. Überhaupt – es ist nicht mehr still. Die Vögel krächzen und streiten sich um das beste Baumaterial. Die Segel der ersten Segelschiffe flattern im Wind. Tausend neue Geräusche, die man eigentlich über den Winter nur vergessen hat. Still und warm – das ist ein Zustand, den ich nicht mag. Still und kalt ist okay. In Ordnung. Eigentlich sogar toll.

Aber heute. Seit heute ist das Meer wieder wach. Es rauscht, es peitsch gegen die Fähren, die Schiffe. Wie Musik irgendwie. Das Meer ist Liebe. Jetzt, wo es nicht mehr schläft, ist Frühling. Für mich.

Die schönste Jahreszeit? Eigentlich… mag ich alle. Auch wenn ich totaler Wintermensch bin und jede Schneeflocke ein hüpfendes Herz ausgelöst hat. Ich liebe es, wie es momentan ist. Die Vögelschwärme, die über die Wiesen fliegen, die Natur, die langsam aufwacht, die Sonne… Mein Lieblingsort ist zwar der Schatten, aber ohne die Sonne gibt es ihn nicht.

Und das Meer… Im Winter ist es aufregend und kalt und macht rote Wangen und gefährlich – jetzt ist es einfach nur schön. Wie es glitzert in den Sonnenstrahlen und wie die Schatten der kleinen Wolken über das Wasser jagen.

Wie schön, dass du aufgewacht bist, Meer. Du hast mir gefehlt.

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