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November 4, 2013

Meerverliebt. #Meerparade

Über den Beitrag „Nebenan“ auf dem Blog Frische Brise bin ich auf die Blogparade „Mein Text zum Meer“ vom Jazzblog gestoßen. Über das Meer habe ich hier schon zwei Mal geschrieben. „Das Meer. Mein Meer.“ und „Los, raus! Das Meer ist aufgewacht!„. Trotzdem kann ich es nicht lassen, noch ein paar Worte zu finden.

Meerverliebt. Das ist wohl der Begriff, der mich am besten beschreibt. Wenn man meerverliebt ist, muss man auch sturmerprobt sein. Oder genau das lernen. Das Meer ist ab und an wie die Liebe – lange Zeit ruhig und gemütlich, aber manchmal ohne Vorwarnung höchst gefährlich. Berechenbar ist nichts. Und genau das liebe ich. Das Meer sieht immer anders aus, ist jedes Mal etwas verändert. Die Schaumkronen, die bei Sturm über den Deich kriechen. Das Watt, was immer dann gerade zu sehen ist, wenn man Besuchern das Meer zeigen möchte. Das Strandgut, was nach einer Sturmflut die Wasserlinie am Deich zeichnet…

Beim Sturm auf dem Deich stehen. Sich kaum auf den Beinen halten können. Der wind lässt die Augen Tränen. Die Lippen schmecken nach kurzer Zeit salzig. Die Haare sind vollkommen verwuschelt. Die Kleidung flattert laut. Es rauscht in den Ohren. Die Stimme kommt nicht über die Lautstärke des Meeres. Dann schlägt mein Herz besonders schnell. Ein Lächeln im Gesicht. Meerverliebt.

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