Posts tagged ‘wirr’

März 6, 2012

Kopf und Herz.

Gestern war komisch. Das Herz horchte den ganzen Tag in den Körper und wartete auf die bekannten leichten Krämpfe, das verhasste Ziehen. Schließlich kann ich da sonst die Uhr nach stellen. Aber es war nicht. So langsam fing das Herz an zu hoffen. Obwohl es dafür absolut keinen Grund gab. Der Kopf versuchte das dem Herzen auch immer wieder klar zu machen.

Heute Morgen konnte der Kopf dann das Herz mal wieder trösten. Wie jeden Monat. Wie die nächsten Monate. Das Herz ist so sehnsüchtig, aber der Kopf… Der Kopf weiß genau, was vorher noch alles passieren muss.

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Februar 21, 2012

Das Monster.

Dieser Eintrag liegt mir schon lange auf der Zunge oder in den Fingern, aber mir fehlten bisher die passenden Worte. Ich versuches es jetzt mal zu beschreiben.

Es dauerte recht lange, bis der Liebster und ich ein Paar waren. Aber als es dann klar war, wurde es schon nach wenigen Monaten so viel anders als die Beziehungen, die ich zuvor hatte. Er ist der zweite Mann, mit dem ich über ein Jahr zusammen bin. In der Beziehung davor (und auch in denen davor) hatte ich stets die Angst, verlassen zu werden. Bei jeder Kleinigkeit zappelte das Monster in mir. Dieses Monster redete mir ein, dass ich es gar nicht wert bin. Man würde nur mit mir spielen. Bald wäre es vorbei. Jede kurz angebundene Nachricht, jeder Satz mit merkwürdiger Betonung – sofort hatte ich Angst, verlassen zu werden. Mein Exfreund war nicht sehr pünktlich und kam auch gerne mal ohne sich zu melden Stunden später als abgemacht. Außerdem begleitete er mich so gut wie nie zu Freunden, aber das ist eine andere Geschichte. All das gipfelte darin, dass ich immer öfter in Tränen aufgelöst war, weil das Monster mich überredet hatte, ihm zu glauben. Wer sollte mich denn schon lieben wollen?

Dieses Monster – es ist weg. Ab und zu klopft es noch mal zart an die Tür, aber herein kommt es nicht mehr. Woran liegt das? Am Liebsten. Er zeigt mir quasi jede Sekunde, wie wichtig ich ihm bin. Wie kostbar. Wie sehr wir zusammenpassen. Ich habe keine Angst mehr, dass er mich einfach sitzen lässt. Es ist so viel anders. So viel lebenswerter jetzt. Die Welt ist viel bunter, wenn man sich über so etwas einfach keine Gedanken machen muss. Er liebt mich. Ich liebe ihn. So rosarot wird es vermutlich nicht bleiben – allerdings haben wir schon bewiesen, dass wir auch schwere Aufgaben zusammen meistern können. Weil wir es wollen.

Es ist das Glitzern in seinen Augen, wenn er von unserer Zukunft spricht – ich glaube, genau dieses Glitzern hat das Monster vertrieben.

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November 2, 2011

Wohin des Weges?

Es fängt an. Das Bewerben. Die Suche nach Stellen. Wo wollen wir hin? Zweitrangig. Eigentlich. Hauptsache er und ich. Es sind doch auch nur drei Jahre. Dann zurück? Oder nicht. Ich möchte. Mein Traum ist das Haus meiner Oma. Wundervoller Garten. Große Werkstatt. So viele Erinnerungen. OB 200 oder 400 Kilometer ist doch egal. Wohnungsseiten durchforsten. Vor Schreck fast umfallen. Andere Orte eingeben. Doppelt so viel zahlen für eine kleinere Wohnung. Warum nicht? Mutig sein. Sich was trauen. Kann ich das? Oder wir? Neuanfang, quasi.

Wohin geht es?

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